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5 wichtige Dinge, die Sie bei der Entwicklung mobiler Apps beachten sollten

5 wichtige Dinge, die Sie bei der Entwicklung mobiler Apps beachten sollten

Der Satz ‘There’s an app for that’ ist schon lange kein Scherz mehr. Die Zeiten haben sich geändert, und aus dem humorvoll gemeinten Ausspruch wurde Realität. Apps wurden zu einem Allgemeingut , und fast alle Unternehmen haben Ihre eigene App.

Der Markt wächst stetig, was schnell dazu führen kann, dass die eigene App untergeht. Die größte Herausforderung besteht demnach darin, dass sich die eigene App von der Masse absetzt. ‘User-Experience’ ist daher heutzutage wichtiger denn je. Mit einer erstklassigen User-Experience in Ihrer App werden Sie das Wohlwollen der Kunden ernten.

Um Ihnen den Einstieg in das mobile Denken zu erleichtern, stellen wir  Ihnen im Folgenden fünf wichtige Dinge vor, die Sie bei der Entwicklung mobiler Apps beachten sollten.

 

1. ‘Don’t Make Me Think’

Eine gute ‘Usability’ kann man eigentlich nur dann schaffen, wenn man zuvor Steve Krug’s ‘Don’t Make Me Think’ gelesen hat. Okay, wir mögen hier ein wenig übertreiben, aber dieser Klassiker für Webdesign ist auch für mobile Designer von großer Bedeutung.

Krug’s Hauptziel ist es, Web- und Mobile-Designs intuitiv zu gestalten. Hierbei sollten alle Icons, Textinhalte und Gesten selbsterklärend sein, sodass der Nutzer die Funktionalitäten dahinter nicht erraten muss. Er weist darauf hin, dass mobile Apps reizvoll, intuitiv und einprägsam sein sollten, um auf dem ständig wachsenden Markt überleben zu können.

Sein Buch beinhaltet viele hilfreiche Tipps und Tricks, die UX- und UI Designer im Hinterkopf behalten sollten, um die User Experience zu stärken.

 

2. Mobil zuerst, danach Desktop

Der Desktop wurde schon vor einiger Zeit vom Thron geworfen. Heute gilt das Smartphone als die digital dominierende Plattform. Daher sollten Sie sich beim Designen zuerst Gedanken über den mobilen Kanal machen und dann erst zum Desktop übergehen. Wenn man sich der Designphase mit Fokus auf ‘Mobile’ nähert, wird man gezwungen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wie Luke Wroblewski sagt.

Die Priorisierung des mobilen Designs führt automatisch zu einer besseren User Experience, da Platzmangel zu Priorisierung zwingt und dadurch irrelevante Inhalte weggelassen werden müssen. Dies bedeutet nicht, dass Sie keine detaillierte App designen können oder, dass alles extrem einfach sein muss, sondern Sie sich auf das Wichtigste beschränken.

 

3. Halten Sie sich an Konventionen

Leute verbringen mehr Zeit mit anderen Apps als mit Ihrer, es sei denn, Sie sind Mark Zuckerberg. Daher ist es keine schlechte Idee, Konventionen und Standards von beliebten Apps im Auge zu behalten. Konventionen sind Design-Standards oder Regeln, die den Nutzer leiten – z.B. eine Navigationsleiste am oberen Bildschirmrand eines iPhones.

Es gibt verschiedene Konventionen, die beim Design für Android und iOS zu beachten sind. Sie sollten deren Unterschiede verstehen, um sicherzustellen, dass App-Entwickler so effizient wie möglich arbeiten können. Den vorigen Mangel an Richtlinien in Bezug auf das Android Design hat Google durch die Einführung von Material Design aufgehoben.

Eine Mischung aus Erfahrungen und Richtlinien bezüglich dieser Konventionen haben den Design-Prozess für mehrere Plattformen effizienter und reibungsloser gemacht.

Auf der anderen Seite können solche Abkommen die Innovation behindern, sollte man sie falsch verstehen. Sie sollten als strukturelle Design-Elemente genutzt werden, die Ihre Inhalte in den Mittelpunkt des Designs stellen und Ihren App-Flow unterstützen.

 

4. Führe neue Nutzer in den Dienst ein

Leider neigen die Leute dazu eine App herunterzuladen, sie auszuprobieren und dann zu vergessen. Das passiert besonders häufig, wenn Leute frustriert sind, weil sie nicht herausfinden können, wie die App richtig genutzt wird. Daher ist die Einführungsphase der Anwendung der kritische Moment, der darüber entscheidet, ob der Nutzer sich mit dem Produkt beschäftigen wird oder nicht. Allerdings wird diese Phase oftmals übersehen. Ein schlechtes UX-Onboarding ist Samuel Hulicks Beispiel von Apple Music.

Mit einem einfachen Anmeldevorgang und/oder einem schnellen Durchlauf der App für Erstnutzer tragen Sie zu einem reibungslosen Start bei und zeigen gleichzeitig den Nutzen Ihrer App. Der “Walkthrough” sollte nur notwendig sein, wenn Sie es mit einer inhaltlich komplexen oder tool-basierten App zu tun haben. Wenn die Features für die Nutzer leicht verständlich sind, kann die Einführung schnell zum Hindernis werden.

 

5. Zeige Gesten

Sie müssen beachten, dass die Finger als Maus mehr Möglichkeiten bieten als nur einen Klick. Im mobile Design muss man über das Tippen – und nicht das Klicken –  nachdenken. Das bedeutet, dass es den guten alten Hover-Zustand nicht gibt. Allerdings bieten Touch-Geräte dem Nutzer die Möglichkeit, Gesten wie z.B. ‘swiping’ und ‘pinching’ auszuführen, was dem User wiederum neue Interaktionsmöglichkeiten verschafft. Gute Usability berücksichtigt sowohl den Neuling als auch den Super-User. Daher sollten alle Aktionen für beide Benutzergruppen intuitiv sein.

Es sei wiederum betont, dass es hilfreich ist, sich an die Konventionen zu halten. Allerdings gibt es auch Anwendungen, die einzigartige Features haben und daher keinen Standards folgen. Sollte dies der Fall sein, müssen Sie kreativ sein, indem Sie die Nutzer mit einfachen Hinweisen oder netten Übergängen in die richtige Richtung lenken.

Ein weiteres Muss besteht darin, diese gewünschten Aktionen den Entwicklern genau zu beschreiben, da sie in statischen Wireframes nicht sichtbar sind. Daher ist das Annotieren von Wireframes für die Fertigstellung Ihres Designs ein entscheidender Schritt. Beides hilft dabei, sowohl Entwicklern als auch Ihren Kunden, den Wert Ihres Designs zu vermitteln.

 

Schlussbemerkung

Das Design für mobile Plattformen bietet ganz andere Möglichkeiten, aber auch gewisse Einschränkungen im Vergleich zu dem Design für das Web. Es gilt, mit den ständig im Wandel befindlichen Möglichkeiten und Design-Pattern der mobilen Plattform iOS und Android Schritt zu halten. Gleichzeitig wächst der Druck von Zero UI, AI (Artificial Intelligence) und IoT (Internet der Dinge), weil sie die Notwendigkeit einer visuellen Schnittstelle weniger wichtig machen.

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